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Warum einen US-Pickup aus Amerika kaufen?
In Amerika ist der Pickup das meistverkaufte Fahrzeug. Deshalb ist die Auswahl riesig und die Preise sind günstiger als in Deutschland. Du findest dort alles, vom gepflegten RAM 1500 mit wenig Meilen bis zum klassischen Chevrolet C10 oder Ford F-100. Wir suchen den Pickup für dich, sehen ihn uns vor Ort an, holen ihn ab und verschiffen ihn nach Rotterdam. Von dort kommt er per Transport nach Deutschland, oder du holst ihn selbst ab.
Welche US-Pickups gibt es und wo werden sie gebaut?
Wo ein Pickup gebaut wurde, macht seit dem 1. Juli 2026 einen großen Unterschied beim Zoll. Egal ob RAM 1500, Ford F-150 oder Chevrolet Silverado, hier ein paar bekannte Modelle im Überblick:
- RAM 1500: gebaut in den USA (Michigan).
- RAM 2500 und 3500 (Heavy Duty): gebaut in Mexiko.
- Ford F-150 und Super Duty: gebaut in den USA.
- Chevrolet Silverado und GMC Sierra: gebaut in den USA, aber auch in Mexiko und Kanada. Hier musst du jedes Fahrzeug einzeln prüfen.
- Toyota Tundra: gebaut in den USA (Texas). Der Tacoma kommt aus Mexiko.
- Jeep Gladiator: gebaut in den USA (Ohio).
Schau auf das erste Zeichen der Fahrgestellnummer (VIN): Eine 1, 4 oder 5 bedeutet in den USA gebaut, eine 2 steht für Kanada und eine 3 für Mexiko. So siehst du schnell, ob ein Pickup für 0 % Zoll in Frage kommt.
Zoll und Einfuhrumsatzsteuer auf einen US-Pickup
Wurde der Pickup in den USA gebaut und direkt aus den USA verschifft? Dann zahlst du seit dem 1. Juli 2026 0 % EU-Zoll (Verordnung (EU) 2026/1455), sofern du den US-Ursprung nachweisen kannst. Die Zollbefreiung wird in der Einfuhranmeldung beantragt. Wurde er in Mexiko oder Kanada gebaut, gilt in der Praxis der normale Satz: 22 % als Nutzfahrzeug mit großem Motor (10 % mit kleinem Motor) und 10 % als PKW. 0 % über CETA (Kanada) oder das Abkommen EU-Mexiko gibt es nur mit Ursprungsnachweis und Direktbeförderung, und das klappt bei einem gebrauchten, in den USA gekauften Truck selten.
Das Schiff kommt in Rotterdam an. Bei der Einfuhrumsatzsteuer gibt es deshalb zwei Wege. Verzollung in Rotterdam: Du zahlst die niederländische Einfuhrumsatzsteuer von 21 % auf Zollwert plus Zoll. Danach ist der Pickup im freien Verkehr der EU und kommt ohne weitere Einfuhrsteuer nach Deutschland. Versandverfahren (T1): Der Pickup fährt unter Zollaufsicht bis zu einem deutschen Zollamt und wird dort verzollt. Dann zahlst du 19 % deutsche Einfuhrumsatzsteuer. T1 kostet extra und lohnt sich vor allem bei teureren Fahrzeugen. Als Unternehmen: Kaufst du als Unternehmen mit USt-IdNr., kann das Fahrzeug in Rotterdam im Zollverfahren 42 ohne niederländische Einfuhrumsatzsteuer abgefertigt werden. Du meldest dann in Deutschland einen innergemeinschaftlichen Erwerb an (19 %), den du gleich wieder als Vorsteuer abziehst. Auch die deutsche Einfuhrumsatzsteuer beim T1-Weg ist für dich als Unternehmen als Vorsteuer abziehbar. Im Ergebnis bleibt also keine Steuer als Kosten übrig.
Ein klassischer Pickup ab 30 Jahren im Originalzustand kann als Sammlerstück eingeführt werden: 0 % Zoll, egal wo er gebaut wurde, und 9 % (Verzollung in Rotterdam) oder 7 % (T1, Verzollung in Deutschland) Einfuhrumsatzsteuer. Wir rechnen dir beide Wege vorher durch. Alles dazu liest du unter Zoll USA 2026.
US-Pickup als PKW oder LKW zulassen?
In Deutschland gibt es keine Zulassungssteuer wie die niederländische BPM. Wichtig ist aber, ob dein Pickup als PKW oder als LKW (Nutzfahrzeug) besteuert wird, denn davon hängen Kfz-Steuer und Versicherung ab.
- Besteuerung als PKW: Die Kfz-Steuer richtet sich nach Hubraum und CO2-Ausstoß. Bei einem großen V8 kann das spürbar sein.
- Besteuerung als LKW: Die Kfz-Steuer richtet sich nach dem Gewicht. Ob dein Pickup für die Kfz-Steuer als LKW gilt, entscheidet das Hauptzollamt nach der Bauart des Fahrzeugs, nicht danach, wie du ihn nutzt: Verhältnis von Ladefläche zu Personenraum, Zahl der Sitzplätze und Nutzlast. Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs wird ein Doppelkabiner, dessen Ladefläche nicht deutlich größer ist als der Personenraum, meist als PKW besteuert, auch wenn er als N1 (LKW) zugelassen ist.
Welcher Weg für deinen Pickup am besten ist, hängt vom Modell, vom Aufbau und vom Alter ab. Lass es vorher durchrechnen und kläre die Einstufung vor dem Kauf.
Gewicht und Führerschein beachten
Ein normaler Pickup wie ein RAM 1500, Ford F-150 oder Chevrolet Silverado 1500 hat meist eine zulässige Gesamtmasse bis 3.500 kg. Den fährst du mit einem normalen Führerschein Klasse B. Nur schwere Heavy-Duty-Versionen über 3.500 kg, etwa manche RAM 2500 und 3500 oder ein Ford F-250, brauchen mindestens Klasse C1. Prüf also vor dem Kauf die zulässige Gesamtmasse des jeweiligen Fahrzeugs.
TÜV-Vollabnahme nach § 21 StVZO
Ein US-Pickup braucht in Deutschland eine Vollabnahme (Einzelgenehmigung nach § 21 StVZO) bei TÜV oder DEKRA. Hilfreich ist ein Datenblatt zum Fahrzeug. Oft sind Anpassungen nötig, zum Beispiel gelbe statt roter Blinker hinten, Beleuchtung, Spiegel und ein Tacho mit km/h-Anzeige. Mit dem Gutachten, der Zollbescheinigung und dem US-Title gehst du zur Zulassungsstelle und bekommst dein deutsches Kennzeichen.
Klassischer US-Pickup: C10, F-100 und mehr
Ein klassischer amerikanischer Pickup ist steuerlich oft die günstigste Wahl. Ist er 30 Jahre oder älter und original, zahlst du 0 % Zoll und 9 % (Verzollung in Rotterdam) oder 7 % (T1, Verzollung in Deutschland) Einfuhrumsatzsteuer. Mit einem Gutachten nach § 23 StVZO bekommst du ein H-Kennzeichen mit pauschaler Kfz-Steuer. Sieh dir den Chevrolet C10 und unser weiteres Angebot bei Oldtimer aus den USA an.
So läuft es mit Harley's Enzo
- Du sagst uns, welchen Pickup du suchst: Modell, Baujahr, Budget.
- Wir suchen in Amerika und sehen uns den Pickup selbst vor Ort an, mit Fotos und Video.
- Du bekommst die Papiere, etwa den Title und den Carfax-Bericht, und eine Komplettkalkulation.
- Wir holen den Pickup ab und verschiffen ihn nach Rotterdam. Dort können wir die Verzollung übernehmen, danach geht er per Transport nach Deutschland oder du holst ihn ab. Alternativ fährt er im Versandverfahren (T1) bis zu einem deutschen Zollamt. Wir rechnen dir beide Wege vorher durch.
Mehr zum ganzen Ablauf liest du unter Auto aus den USA importieren.