Harley's Enzo

Kaufen in Amerika

Copart Deutschland oder Copart USA? So kaufst du eine Harley mit leichtem Schaden

Wer nach Copart Deutschland sucht, findet dort nur wenige Harleys. Bei Copart USA stehen dagegen jeden Tag Hunderte, oft mit leichtem Schaden und zu einem guten Preis. Aber welche Lose lohnen sich, welchen Title brauchst du, und was kostet ein Copart-Motorrad, bis es in Deutschland zugelassen ist? Das liest du hier.

6 Min. Lesezeit

Rote Harley-Davidson Road King Twin Cam

Was ist Copart?

Copart ist eines der größten Online-Auktionshäuser für Fahrzeuge weltweit. Versicherungen, Leasinggesellschaften und Händler verkaufen dort Autos und Motorräder, oft nach einem Unfall oder Diebstahl, aber auch ganz normale Inzahlungnahmen. Es gibt Copart Deutschland, aber das Angebot an Harleys ist dort klein. In Amerika kommen jeden Tag Tausende Fahrzeuge unter den Hammer, darunter viele Harley-Davidsons.

Copart Deutschland oder Copart USA: Kannst du selbst in den USA kaufen?

Das geht, ist aber weniger einfach, als es aussieht. Du brauchst eine Copart-Mitgliedschaft. In vielen US-Bundesstaaten darfst du als Privatperson ohne Händlerlizenz nicht auf jedes Fahrzeug bieten. Dann bleiben dir nur Lose mit dem Status No License Required, oder du kaufst über einen Broker. Außerdem musst du den Transport vom Yard zum Hafen, die Exportpapiere und die Verschiffung selbst organisieren.

Harley’s Enzo hat Zugang zu den großen amerikanischen Auktionen: Copart, IAAI und Manheim. Wir bieten für dich, du brauchst also kein eigenes Konto und keinen Broker. Manheim ist die größte Händlerauktion, vor allem mit unfallfreien Fahrzeugen wie Inzahlungnahmen und Leasingrückläufern. Wir prüfen das Motorrad, bieten für dich, holen es ab und verschiffen es nach Rotterdam.

Achte auf die Art des Title

Der amerikanische Eigentumsnachweis, der Title, entscheidet mit darüber, ob du das Motorrad in Deutschland wieder auf die Straße bekommst. Bei Copart steht die Art immer beim Los:

  • Clean Title: nie als Totalschaden eingestuft. Gut.
  • Salvage Title: die Versicherung hat das Motorrad zum Totalschaden erklärt. Das ist bei Copart am häufigsten. Eine reparierte Salvage-Harley kann zugelassen werden, aber rechne mit einer genauen Prüfung und einem niedrigeren Wert.
  • Rebuilt Title: früher Salvage, danach repariert und in Amerika wieder zugelassen.
  • Finger weg: Certificate of Destruction, Non-Repairable, Parts Only oder nur eine Bill of Sale. Diese sind für Teile gedacht und machen Probleme bei Export und Zulassung.

Alles über die Unterschiede liest du in Clean, Salvage und Rebuilt Title bei einer Harley.

Was ist ein leichter Schaden bei einem Unfallmotorrad?

Bei Copart hat jedes Los eine Schadensbeschreibung, zum Beispiel front end, side oder minor dents. Die sagt viel, aber nicht alles. Aus Erfahrung ist das der Unterschied:

  • Meist leichter Schaden: ein Umfaller mit Kratzern an Tank oder Koffern, ein kaputter Spiegel, Hebel, Blinker oder Endtopf, eine gerissene Scheibe oder Sitzbank.
  • Vorsicht: Schäden an Rahmen, Gabel, Lenkkopf oder Felgen. Das sieht auf Fotos manchmal klein aus, ist aber teuer zu reparieren und kritisch bei der Abnahme.
  • Finger weg: Wasserschaden (flood), Brandschaden und Motorräder, bei denen Motornummer oder Papiere nicht stimmen.

Achte darauf, ob das Los den Status Run and Drive hat: Dann hat Copart festgestellt, dass das Motorrad anspringt und fährt. Das ist keine Garantie, aber ein gutes Zeichen. Prüf immer auch den Carfax-Bericht oder die Historie über die VIN, siehe VIN-Check und Carfax.

Was kostet ein Copart-Motorrad?

Das Höchstgebot ist nur ein Teil des Preises. Rechne außerdem mit:

  • der Käufergebühr von Copart, die mit der Höhe des Gebots steigt.
  • eventuell einer Brokergebühr, wenn du nicht selbst bieten darfst.
  • dem Transport vom Copart-Yard zum Hafen und Standgeld, wenn das Motorrad nicht rechtzeitig abgeholt wird.
  • der Verschiffung nach Rotterdam, dem Entladen und der Zollanmeldung.
  • der Einfuhrumsatzsteuer, dem Transport nach Deutschland, der TÜV-Abnahme und der Zulassung.
  • der Reparatur selbst: Teile und Arbeitszeit.

Ein günstiges Unfallmotorrad mit leichtem Schaden kann ein guter Kauf sein, aber nur, wenn du vorher alles mitrechnest. Lass dir vorher alles durchrechnen, bevor geboten wird.

Import nach Deutschland: Zoll, TÜV und Zulassung

Eine Harley, die in den USA gebaut wurde und direkt aus den USA kommt, ist seit dem 1. Juli 2026 zollfrei in der EU (0% statt vorher 6%). Dafür brauchst du einen Ursprungsnachweis und den direkten Transport. Die Einfuhrumsatzsteuer bleibt. Das Schiff kommt in Rotterdam an, und dann gibt es zwei Wege:

  • Verzollung in Rotterdam: Die Harley wird in den Niederlanden in den freien Verkehr überführt. Als Privatkäufer zahlst du dann niederländische Einfuhrumsatzsteuer: 21%, oder 9% für ein anerkanntes Sammlungsstück (Zolltarif 9705, mindestens 30 Jahre alt, originaler Zustand). Danach kommt das Motorrad ohne weitere Einfuhrabgaben nach Deutschland, oder du holst es selbst ab.
  • Versandverfahren (T1) nach Deutschland: Die Harley fährt unter Zollaufsicht von Rotterdam zu einem deutschen Zollamt und wird dort verzollt. Dann zahlst du deutsche Einfuhrumsatzsteuer: 19%, oder 7% für ein anerkanntes Sammlungsstück. Das Versandverfahren läuft über einen Spediteur mit Sicherheitsleistung und kostet extra, deshalb lohnt es sich vor allem bei teureren Motorrädern.
  • Kauf als Unternehmen: Kaufst du als Unternehmen mit USt-IdNr., kann das Motorrad in Rotterdam im Zollverfahren 42 ohne niederländische Einfuhrumsatzsteuer abgefertigt werden. Du meldest dann in Deutschland einen innergemeinschaftlichen Erwerb an (19%), den du gleich wieder als Vorsteuer abziehst. Auch die deutsche Einfuhrumsatzsteuer beim T1-Weg ist für dich als Unternehmen als Vorsteuer abziehbar. Im Ergebnis bleibt also keine Steuer als Kosten übrig.

Wir rechnen dir beide Wege vorher durch. Mehr dazu in Zoll USA 2026.

Ein US-Motorrad ohne EU-Papiere braucht in Deutschland eine Vollabnahme (Einzelbetriebserlaubnis nach § 21 StVZO) bei TÜV oder DEKRA. Wichtig bei einer Harley mit Unfallschaden: Sie muss vor dem TÜV-Termin fachgerecht repariert sein. Typische Anpassungen sind Blinker und Beleuchtung, Spiegel, Auspuff und Geräusch, Tacho in km/h und Reifen. Mit dem Gutachten, dem Title und den Zollpapieren meldest du das Motorrad bei der Zulassungsstelle an. Deutschland hat keine BPM, du zahlst nur die normale Kfz-Steuer. Siehe Harley aus den USA zulassen.

So funktioniert es mit Harley's Enzo

  1. Du sagst uns, welche Harley du suchst und was dein Budget ist, inklusive Reparatur.
  2. Wir suchen bei Copart, IAAI und Manheim und prüfen Fotos, Schadensbeschreibung, Title und Historie.
  3. Du entscheidest erst, wenn du weißt, was alles zusammen kostet. Danach bieten wir für dich.
  4. Wir holen das Motorrad beim Yard ab und verschiffen es nach Rotterdam.
  5. Die Reparatur kann bei unserer Partnerwerkstatt Thundercycle in Ochten (Niederlande) erfolgen oder bei deiner Werkstatt in Deutschland, damit das Motorrad bereit für den TÜV ist.

Lieber ein Unfallmotorrad, das wir schon gekauft haben? Sieh dir die Unfallmotorräder an, die gerade zu verkaufen sind.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Copart und Harley-Unfallmotorrädern

Ja, Copart hat auch Standorte in Deutschland. Die Auswahl an Harleys ist bei Copart USA aber viel größer. Deshalb kaufen die meisten Harley-Fans in den USA.

Bei einem Teil der Fahrzeuge ja, mit dem Status No License Required. Für viele Lose brauchst du eine Händlerlizenz oder einen Broker. Harley’s Enzo hat Zugang zu Copart, IAAI und Manheim und bietet für dich.

In der Regel ja, wenn das Motorrad fachgerecht repariert ist und die Vollabnahme nach § 21 StVZO bei TÜV oder DEKRA besteht. Kläre am besten vorher mit deiner Prüfstelle, was sie braucht. Finger weg von Certificate of Destruction, Non-Repairable und Parts Only.

Oft ja, aber nur, wenn der Schaden wirklich leicht ist und du alle Kosten mitrechnest: Auktionsgebühr, Transport, Verschiffung, Einfuhrumsatzsteuer, TÜV, Zulassung und Reparatur. Lass es vorher komplett durchrechnen.

Beim Import zahlst du Einfuhrumsatzsteuer. Wird die Harley in Rotterdam verzollt, ist es die niederländische: 21%, oder 9% für ein anerkanntes Sammlungsstück ab 30 Jahren im Originalzustand. Läuft sie im Versandverfahren (T1) zu einem deutschen Zollamt, zahlst du dort 19%, oder 7% für ein Sammlungsstück. Kaufst du als Unternehmen mit USt-IdNr., ist die Steuer auf beiden Wegen als Vorsteuer abziehbar (in Rotterdam über Zollverfahren 42 und innergemeinschaftlichen Erwerb in Deutschland), als Kosten bleibt also keine übrig. Zoll fällt für eine Harley mit US-Ursprung seit dem 1. Juli 2026 nicht mehr an. Danach gilt die normale Kfz-Steuer. Ist die Harley 30 Jahre oder älter und im Originalzustand, ist oft ein H-Kennzeichen möglich.

Soll ich eine Harley bei Copart für dich kaufen?

Schick mir den Link oder die Losnummer per WhatsApp. Ich prüfe das Motorrad und rechne vorher aus, was es dich komplett kostet, bis es in Deutschland zugelassen ist.

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