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Ein Jahr lang nein, dann plötzlich ja
Manche Autos lassen dich nicht los. Dieser BMW 633 CSi von 1982 stand bei einem Bekannten in Sacramento, Kalifornien, der dort einen Autohandel hat. Er hatte das Auto selbst schon fünf Jahre. Ein Jahr lang habe ich versucht, ihn zu kaufen, aber er wollte nicht verkaufen. Schade, dachte ich, dann eben nicht.
Bis ich beim letzten Mal vorbeifuhr, auf dem Weg, ein anderes Auto abzuholen. Ich bin kurz reingegangen, und zufällig stand der BMW draußen auf seinem Parkplatz. Ich habe ein Angebot gemacht, und diesmal sagte er ja. So kam dieses Auto doch noch mit mir.
Das Besondere an diesem 633 CSi ist seine Geschichte. Bevor mein Bekannter ihn kaufte, war er all die Jahre im Besitz einer Familie. Der Tacho zeigt 90.000 Meilen, rund 145.000 Kilometer. Für ein Auto von über vierzig Jahren ist das recht wenig. Und er ist noch in hervorragendem Zustand: der Lack ist original, nur die beiden Vordersitze wurden neu bezogen.
| Modell | BMW 633 CSi (E24) |
|---|---|
| Baujahr | 1982 |
| Farbe | Hennarot (Henna Red), Originallack |
| Motor | 3,2-Liter-Reihensechszylinder (M30) |
| Leistung | 181 hp (US-Version) |
| Getriebe | Schaltgetriebe |
| Felgen | Alpina |
| Innenraum | Vordersitze neu bezogen, sonst original |
| Laufleistung | 90.000 Meilen (ca. 145.000 km) |
| Gekauft in | Sacramento, Kalifornien |
| Besitzer | Jahrelang eine Familie, danach fünf Jahre bei einem Autohändler |
| Zustand | Hervorragend |
Fünf Monate unterwegs in Kalifornien
Ich bin super glücklich mit diesem Auto. Fünf bis sechs Monate bin ich damit durch Kalifornien gefahren. Jeden Sonntag über den Pacific Coast Highway, den PCH, nach Malibu ist ein Fest: auf der einen Seite der Ozean, auf der anderen die Berge, und ein handgeschalteter Reihensechser, der sanft durchzieht. Auch eine Fahrt durch Downtown Los Angeles oder einfach Tanken am Straßenrand: in Hennarot, auf seinen Alpina-Felgen und mit all dem Glas fällt er überall auf.
Der BMW E24: der Haifisch
Der 633 CSi gehört zum ersten BMW 6er, dem E24. BMW baute dieses große Coupé von Januar 1976 bis April 1989, insgesamt 86.216 Stück. Das Design stammt vom französischen Designer Paul Bracq. Die ersten Karosserien wurden bei Karmann gebaut, ab 1977 fand die Endmontage im BMW-Werk Dingolfing statt.
Fans kennen den E24 als Haifisch, auf Englisch Sharknose. Die Front neigt sich nach vorn, mit den typischen BMW-Nieren und vier runden Scheinwerfern. Zusammen mit der langen Motorhaube, den dünnen Säulen und der großen Glasfläche macht ihn das für viele zu einem der schönsten BMW aller Zeiten.
Das Topmodell war der M635CSi, der 1983 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt wurde. Davon wurden nur 5.855 gebaut.
Der 633 CSi von 1982
Unter der Haube sitzt der M30, ein 3,2-Liter-Reihensechszylinder. In Europa leistete der 633 CSi in diesen Jahren 197 PS. Die amerikanische Version, mit Katalysator und an die strengeren US-Abgasvorschriften angepasst, kam auf 181 hp. In Amerika wurde der 633 CSi von Modelljahr 1978 bis einschließlich 1984 verkauft. Danach übernahm der 635 CSi.
Ab Ende 1982 bekam der E24 Teile vom neuen 5er (E28), etwa eine andere Vorderachse und Hinterachse. Dieser 633 CSi von 1982 ist noch von davor.
Amerikanische Stoßstangen: der große Unterschied
Stellt man diesen BMW neben einen europäischen 633 CSi, sieht man sofort den Unterschied: die Stoßstangen. In den Siebzigern und Achtzigern mussten Autos in Amerika einen Aufprall mit niedriger Geschwindigkeit ohne Schaden an Beleuchtung und anderen wichtigen Teilen überstehen. Die Hersteller lösten das mit großen, schweren Stoßstangen, die nach vorn ragen.
Beim E24 macht das einiges aus. Durch die amerikanischen Stoßstangen ist das Auto rund 18 Zentimeter länger als die europäische Version mit ihren schlanken, straffen Stoßstangen. Auf den Fotos siehst du gut, wie weit sie vorn und hinten überstehen.
Viele Fans bauen einen amerikanischen E24 auf europäische Stoßstangen um, weil sie besser zu den Linien des Autos passen. Andere lassen sie dran: Sie sind ein Stück Geschichte und zeigen sofort, woher das Auto kommt.
Ein Klassiker aus Amerika nach Europa
Inzwischen ist dieser 633 CSi unterwegs in die Niederlande, wo er zum Verkauf steht. Wer ihn kauft, bekommt ein Auto, das sein ganzes Leben im trockenen Kalifornien gefahren ist. Ein Auto von 1982 ist deutlich älter als 30 Jahre. Im Originalzustand sind es meist 0% Zoll und eine ermäßigte Einfuhrumsatzsteuer (7% in Deutschland); der Zoll entscheidet im Einzelfall. In Deutschland kann er außerdem ein H-Kennzeichen bekommen. Mehr dazu unter Oldtimer aus den USA importieren.
Ich kaufe in Amerika nicht nur Harleys. Früher haben wir einen Chevrolet C10 von 1965 in Maryland und einen Ford Mustang von 1968 in Philadelphia abgeholt und für einen Kunden einen Chevrolet Nova von 1973 gefunden.
Dieser BMW 633 CSi kommt in den Niederlanden zum Verkauf. Interesse? Schick mir eine Nachricht per WhatsApp, dann erfährst du als Erster mehr über Preis und Ankunft.