In diesem Artikel
- Die Geschichte von Big Dog Motorcycles
- Die goldenen Jahre des amerikanischen Choppers
- 2004: zehn Jahre Big Dog
- Unser 2004 Big Dog Chopper mit S&S 107ci
- Das Full-Polished-Paket
- Technische Daten 2004 Big Dog Chopper
- Gelbe Custom-Lackierung
- Was kostete ein Big Dog Chopper neu?
- Warum verschwand Big Dog Motorcycles?
- Big Dog Chopper zu verkaufen: unterwegs nach Europa
- Besondere Motorräder in Amerika finden
- Häufige Fragen
Die Geschichte von Big Dog Motorcycles
Big Dog Motorcycles wurde 1994 von Sheldon Coleman in Wichita, Kansas, gegründet. Coleman hatte eine Leidenschaft für amerikanische V-Twins und sah Chancen in einem Markt, der damals stark wuchs.
In den Neunzigern bauten immer mehr Fahrer ihre Harley-Davidson grundlegend um: lange Gabeln, breite Hinterreifen, besondere Felgen, Custom-Lackierung und schwere Motoren. Einen kompletten Custom bauen zu lassen, war aber teuer und dauerte lange.
Big Dog ging einen anderen Weg. Statt bestehende Motorräder umzubauen, baute die Firma komplette Motorräder, die schon ab Werk wie ein exklusiver Custom aussahen. Dieses Konzept heißt Factory Custom oder Production Custom.
Dafür verwendete Big Dog Teile bekannter amerikanischer Hersteller, darunter Motoren von S&S Cycle. Das Ergebnis: amerikanische V-Twins mit eigenem Gesicht.
Die goldenen Jahre des amerikanischen Choppers
Zwischen etwa 1998 und 2008 erlebte die amerikanische Custom-Kultur ihren Höhepunkt. TV-Sendungen wie American Chopper machten den Bau besonderer Motorräder bei einem breiten Publikum beliebt. Die Bauer versuchten, sich gegenseitig zu übertreffen: Gabeln wurden länger, Hinterreifen breiter und Motoren größer.
Big Dog spielte dabei eine große Rolle. Während eine Serien-Harley noch kräftig umgebaut werden musste, bekam man bei Big Dog ein Motorrad, das schon komplett im Custom-Stil ausgeführt war. Die Firma wurde zu einem der bekanntesten amerikanischen Factory-Custom-Hersteller und baute insgesamt rund 25.000 Motorräder.
2004: zehn Jahre Big Dog
Unser Big Dog stammt aus einem guten Produktionsjahr: 2004 gab es die Marke seit zehn Jahren, und sie war fest in der amerikanischen Custom-Szene etabliert.
In diesen Jahren bestand die Modellpalette unter anderem aus Chopper, Mastiff, Bulldog, Boxer, Pitbull und Ridgeback, jeder mit eigenem Look. Pitbull und Ridgeback waren echte Hardtails ohne Hinterradfederung. Der Chopper hat einen Rahmen mit versteckter Hinterradfederung (Hidden Shocks).
Das ist ein schönes Detail unseres Motorrads. Das Heck sieht auf den ersten Blick aus wie bei einem klassischen Hardtail, aber dieser Big Dog hat durchaus eine Hinterradfederung. Du bekommst also die Linie eines traditionellen amerikanischen Choppers mit mehr Fahrkomfort.
Unser 2004 Big Dog Chopper mit S&S 107ci
Bei unserer Suche nach besonderen Motorrädern in Amerika sind wir auf diesen gelben Big Dog Chopper von 2004 gestoßen. Ein Motorrad, das man unmöglich übersieht: die lange Front, der tiefe Rahmen, der riesige Hinterreifen und die Lackierung fallen sofort auf.
Das Herz des Motorrads ist ein S&S 107 Cubic Inch V-Twin mit rund 1.753 ccm. S&S Cycle baut seit 1958 kräftige V-Twin-Motoren und Performance-Teile und ist bei amerikanischen Custom-Bauern und Harley-Fans enorm beliebt.
Unser Big Dog hat einen S&S Super G Vergaser und einen traditionellen luftgekühlten V-Twin. Mit dem großen Hubraum, dem kräftigen Drehmoment und dem typischen Sound passt dieser Motor perfekt zum extremen Aussehen des Choppers.
Das Full-Polished-Paket
Was diesen Big Dog besonders macht, ist das Full Polished Motor and Transmission-Paket: verschiedene Aluminiumteile von Motor und Getriebe sind auf Hochglanz poliert. Zusammen mit Chrom, Felgen und Custom-Lackierung ergibt das genau den Look, für den Big Dog in den 2000ern bekannt war. Das war kein Motorrad für jemanden, der unauffällig fahren wollte.
Technische Daten 2004 Big Dog Chopper
Maße und Antriebsdaten basieren auf den Werksangaben des Modells.
| Marke | Big Dog Motorcycles (Wichita, Kansas) |
|---|---|
| Model | Chopper |
| Baujahr | 2004 |
| Motor | S&S V-twin, luftgekühlt |
| Hubraum | 107 ci / ca. 1.753 ccm |
| Bohrung x Hub | 4,00 x 4,25 Zoll |
| Vergaser | S&S Super G |
| Ausführung | Full Polished Motor und Getriebe |
| Getriebe | Baker 6-Gang |
| Endantrieb | Zahnriemen |
| Vorderrad | 21 Zoll |
| Hinterreifen | 250/40-18 |
| Hinterradfederung | Versteckte Federbeine (Hidden Shocks) |
| Radstand | Ca. 198 cm |
| Sitzhöhe | Ca. 63 cm |
| Trockengewicht | Ca. 290 kg |
Mit seiner Länge und der tiefen Sitzposition war der Big Dog Chopper eine beeindruckende Erscheinung. Der breite 250-mm-Hinterreifen war damals ein wichtiger Teil des Designs.
Gelbe Custom-Lackierung
Neben der Technik fällt vor allem die Optik auf. Das Motorrad ist knallgelb mit lila, grünen und silbernen Grafiken, die sich über Tank und Kotflügel ziehen. Dadurch hat das ganze Motorrad einen stimmigen Custom-Look.
Zusammen mit dem polierten S&S V-Twin, dem Chrom und der langen Gabel ist das ein typisches Beispiel für den amerikanischen Custom-Stil Anfang der 2000er. Auf den Fotos sieht das Motorrad für sein Alter sehr gut aus. Wie bei jedem Motorrad, das über zwanzig Jahre alt ist, bleibt eine gute Prüfung des technischen Zustands wichtig. In unserem Video zeigen wir das Motorrad ausführlich, damit du dir selbst ein gutes Bild von Ausstattung und sichtbarem Zustand machen kannst.
Was kostete ein Big Dog Chopper neu?
Ein Big Dog war alles andere als billig. 2007 stand der Chopper für 28.700 Dollar in der amerikanischen Preisliste, und auch in den Jahren davor lag das Modell deutlich über 25.000 Dollar. Das war viel Geld, zumal viele Harley-Davidsons günstiger waren. Mit Optionen, besonderer Ausführung und Custom-Lackierung stieg der Preis weiter. Big Dog richtete sich an Fahrer, die bewusst etwas anderes suchten als ein Serienmotorrad.
Warum verschwand Big Dog Motorcycles?
Nach Jahren des Wachstums änderte sich der Markt. Die Finanzkrise 2008 traf die amerikanische Motorradindustrie hart, vor allem Hersteller teurer Customs. Die Nachfrage nach exklusiven Motorrädern brach ein, und 2011 stellte das ursprüngliche Big-Dog-Unternehmen den Betrieb ein.
Damit endete eine besondere Zeit in der amerikanischen Motorradwelt. Der Name verschwand nicht ganz: Big Dog wurde später wieder aktiv, und es gibt bis heute eine begeisterte Gemeinde von Besitzern und Fans. Vor allem die Modelle aus den erfolgreichen Jahren haben einen festen Platz in der amerikanischen Custom-Geschichte.
Big Dog Chopper zu verkaufen: unterwegs nach Europa
Diesen 2004 Big Dog Chopper 107ci haben wir in Amerika gekauft. Das Motorrad ist unterwegs und wird Ende November 2026 in Rotterdam erwartet. Es ist ein Showroom-Motorrad ohne Gebrauchsspuren, mit 30.000 Meilen, Baker 6-Gang und Custom-Sitz. Der Preis beträgt $ 8.500 inklusive Verschiffung bis zum Hafen Rotterdam. Alle Details, Fotos und das Video findest du auf der Seite dieses Big Dog Choppers.
Interesse? Schick uns eine WhatsApp für mehr Fotos und alle Details. Im Video oben siehst du das Motorrad ausführlich. Du willst wissen, wie TÜV und Kosten funktionieren? Lies worauf es bei der TÜV-Abnahme einer US-Harley ankommt und was der Import aus Amerika kostet.
Besondere Motorräder in Amerika finden
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